DAS GESCHENK DER VERGEBUNG

Wie schön ist es, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen. Nicht immer einfach und manchmal auch mit Schmerzen verbunden. Situationen, Menschen, Erlebnisse in der Kindheit prägen uns. Besonders die Geschehnisse die wir als negativ empfinden, sind es die uns Mühe bereiten. Ein natürlicher Schutzmechanismus, den jeder Mensch in sich trägt, isoliert besonders schlimme Vorfälle. Man hat keine Erinnerungen mehr daran. Im Unterbewusstsein jedoch, sind sie gespeichert, wie beim Computer die Daten auf der Festplatte. Manche Dinge schlummern ewig, andere kommen dann zum Vorschein, wenn der Mensch bereit ist, etwas daraus zu machen. Dann ergeben sich Lebensituationen, die unseren Fokus auf das Vergangene lenken. Erst wenn die Zeit gekommen ist, wir dazu bereit sind und es unserer Entwicklung und unserem Glück dient.  Was auch immer geschehen ist, im Prozess zur Heilung ist die ANNAHME von grosser Bedeutung. Annahme des Geschehenen und es an den Tag bringen. Da können schon mal heftige Emotionen wie Wut, Erbitterung, Groll und Trauer zum Vorschein kommen. Dinge die uns, das Leben schwer machen können. Sie können uns hemmen, mutlos und krank machen. Dennoch sind diese Emotionen nichts anderes als Energie, welche hochkommt. Oftmals wissen wir nicht wohin damit und wir verdrängen sie. Durch das Anwenden verschiedener Techniken, können wir zu Erkenntis kommen und befreien, was in uns gefangen war. Im weiteren können wir dann diese Empfindungen zu unseren Gunsten nutzen, indem wir sie ausdrücken. So einzigartig wie jeder von uns ist, so können auch die Ausdrucksweisen individuell sein. Ich kann im Wald schreien oder im Auto, auch sehr empfehlenswert, aber bitte nur wenn niemand dabei ist! Smile! Laufen, hämmern, singen, laut Musik hören oder auf Kissen einschlagen können auch sehr befreiend wirken. Zu den sanfteren Methoden unseren Gefühlsregungen Ausdruck zu verleihen gehören das Malen und Schreiben. Beide sind sehr wirkungsvoll. Wichtig ist, das man ganz ehrlich mit sich selbst ist, nichts beschönigt und alles beim Namen nennt. Das heisst ohne Hemmungen und Erwartungen, sondern einfach aus sich heraus sprudeln lassen, was so lange im Inneren geschlummert hat. Keine Rechtschreibung beachtend, keine Schönschrift Bemühungen, keine Fragen ob Farben zu einander passen, ob es die Form oder eine andere sein soll. Einfach drauflos und frei werden. Wie gesagt, es ist ein Prozess und den macht man Schritt für Schritt, teils mit Begleitung, teils allein. Gerade so wie es sich ergibt. Nachdem wir es geschafft haben, anzunehmen was geschehen ist und wir bereit sind weiter zu gehen, folgt die Herausforderung der VERSÖHNUNG. Fällt es uns schwer, uns mit dem Menschen der uns etwas angetan hat zu versöhnen, dann versuchen wir vorerst, uns mit der  Situation zu versöhnen. Es ist wie es ist. Wir können nichts daran ändern. Wir können nichts ungeschehen machen. Wir können ändern was zu ändern möglich ist. Unsere Einstellung und unsere Gedanken, hier liegt grosses Potenzial. Wie unsere Einstellung ist und was wir daüber denken, beeinflusst unser sein und unser handeln. Gelingt es uns unsere Gedanken und  unsere Einstellung zur Situation, den Dingen, ja auch zu uns selbst zu verändern, ist Heilung möglich.  Die Anwendung der 2-PUNKT-METHODE ist uns dabei eine gute Hilfe. Wir können unseren Fokus wieder neu ausrichten.  Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf das Heute, können wir uns langsam auf einen neuen Pfad begeben. Und gehen wir noch tiefer im Prozess der Heilung bietet sich uns die VERGEBUNG an. Mit ein wenig Zeit und dem Blick nach vorne, ist es uns möglich uns  und den anderen zu vergeben. Dies ist der Weg des Friedens. Frieden mit der Situation, mit den Beteiligten und mit sich selbst. Das wünsche ich jedem hier und überall.

Kennst auch Du das Geschenk der Vergebung? Bin gespannt auf Deine Berichte.

Liebe Grüss von Herz zu Herz

Lorella*

ZKMotiv 4 Humor

Erlebtes, Lebeleicht
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